first semester

  • Der baukulturell angemessene Umgang mit dem Bestand sowie der Umgang mit der historischen Bausubstanz und deren zeitgemäße Erweiterung wird vermittelt. Mittels Beispielen wird auch die Anwendung von Inhalten der Denkmalpflege, der Bodenmechanik sowie der historischen Baukonstruktion und –ausstattung, der Verfahren zur Bewertung des Ist-Zustandes und wirtschaftliche Maßnahmen zur energetischen Sanierung (Gebäudehülle, Anlagentechnik) veranschaulicht.
    Die Übung Entwerfen 1 führt erlernte Grundkenntnisse in einem komplexen architektonischen Entwurf zusammen.
    Unter dem Gesichtspunkt einer kreativen Auseinandersetzung mit einem ganzheitlichen architektonischen Lösungsansatz gilt es bis in den Detailbereich alle relevanten Gesichtspunkte zu beachten, zu entwickeln und umzusetzen.
    Die Übung Entwerfen1 hat das Ziel, differenzierte Positionen auszuloten und Architektur in allen ihren möglichen und unterschiedlichen Auswirkungen zu entwickeln. Die Darstellung erfolgt mittels maßstäblichen Plänen, Modellen, perspektivische Skizzen, Renderings und Beschreibungen.
    Anhand der Pläne und des Modells ist eine öffentliche Präsentation der teilnehmenden Partner Pflicht.

  • s werden Entwurfsaufgaben gestellt, die sich konsequent auf bio-basierte Baustoffe (v. a. Holz, Lehm, Stroh) stützen und von Beginn an auf Realisierbarkeit ausgerichtet sind. Im Vordergrund bei der Entwurfsentwicklung stehen ästhetische und gestalterische Qualitäten, Funktionalität sowie die Realisierbarkeit in konstruktiver und ökonomischer Hinsicht. In partizipativen Prozessen werden Vorschläge diskutiert, Synergien analysiert und kollektive Lösungen für eine gemeinsame Entwurfsumsetzung erarbeitet.

  • Im Vorlesungsteil werden unterschiedliche Bewertungskriterien für den Innovationsgrad von Baumaterialien vermittelt.
    Ausgehend von der Frage, was Innovation in den 2020er Jahren überhaupt sein kann, werden unterschiedliche Parameter vorgestellt und über unterschiedliche Phasen des Gebäudelebenszyklus verglichen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf graue Energie, ökologische Auswirkungen und Kreislauffähigkeit und mögliche Parameter zur Bewertung gelegt.
    In Praxisbeispielen werden Konzepte der konkreten Anwendung gegenübergestellt und mögliche Stolpersteine am Weg zur Anwendung innovativer Baumaterialien (Zulassungen, Brandschutz, Garantie und Gewährleistung, Experiment vs. Risiko, etc.) identifiziert.

    Im Übungsteil überprüfen die Studierenden eigenständig ein selbst gewähltes (innovatives) Baumaterial bzw. -produkt nach unterschiedlichen Kriterien und werden angehalten, sich selbst eine Meinung zu bilden.
    Die gemeinsame Diskussion der durch Studierende präsentierten Ergebnisse, sowie gegenseitiges Feedback sollen die kritische Auseinandersetzung mit der Thematik und eigenständige Meinungsbildung fördern

  • Die Lehrveranstaltung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Als Basis dient die Auseinandersetzung mit Lehmbautraditionen und Lehmbautechniken weltweit. Weiters werden die aktuellen Tendenzen im Lehmbau in den Bereichen Aushubverwertung, Normierung und Regelungen und neuer Herstellungsverfahren vermittelt und Einsatzbereiche im Bau eruiert, in denen Lehm konventionelle, energieintensive Baustoffe ersetzen kann. Es wird auf die bauphysikalischen Eigenschaften (Diffusionsoffenheit, Wärmespeicherung, Schallschutz, Brandschutz) und deren Einfluss auf das Raumklima eingegangen.
    Im praktischen Teil werden die spezifischen Materialeigenschaften von Lehmbaustoffen in einem Hands-On-Workshop experimentell untersucht. Dies beinhaltet das Prüfen der Lehmqualität, die Herstellung geeigneter Lehmmischungen, sowie das Experimentieren mit verschiedenen Lehmbautechniken wie Stampflehm, Lehmziegeln, Wellerlehm und Lehmputzen.

  • Der Kurs Soziologie konzentriert sich auf die wichtigsten gesellschaftlichen Transformationen, die heutige Städte kennzeichnen. Insbesondere geht er auf die Interaktion zwischen der Bewohnerschaft und derer mit
    der gebauten Umwelt ein.
    Semesterterminplan (bitte informieren Sie sich im FHCW-Portal über Updates):
    - Einführung in die Soziologie/Architektursoziologie/Exkursion (Moodle)
    - Exkursion (Ort wird gesondert bekanntgegeben)
    - Wissenschaftliches Schreiben / Vorbesprechung Endpräsentation bzw. Abgabedokument
    - Endpräsentation (Prüfung

  • Die Lehrveranstaltung vermittelt grundlegende Aspekte der menschlichen Raumwahrnehmung auf Basis architekturpsychologischer Erkenntnisse. Behandelt werden verschiedene Themen aus Umwelt-, Wahrnehmungs- und Gestaltpsychologie anhand von theoretischen Inputs, praktischen Beispielen und Übungssequenzen.
    Die Vorlesung vermittelt einerseits theoretische Grundlagen zu den miteinander untrennbar verbundenen Phänomenen Licht und Farbe sowie zur menschlichen Wahrnehmung. Behandelt werden hier u.a. Themen wie Farbtheorien, Farbsysteme, visuelle Ergonomie und Farbpsychologie. Andererseits schulen Beispielanalysen den Blick für und den Umgang mit Farbe.
    Die Studierenden entwickeln in der Lehrveranstaltung ein Bewusstsein für Farbe als integralen Bestandteil von baulichen Strukturen. Nach erfolgreicher Absolvierung verfügen sie über ein Verständnis für die Fragestellungen, die bei der farblichen Gestaltung von Räumen auftreten können und sind in der Lage, verantwortungsvoll mit diesen umzugehen

  • Studierende lernen im Rahmen der Vorlesung den Umgang mit mehrgeschossiger Holzbauweise kennen. Die Grenzen, gesetzlichen Rahmenbedingungen, grundsätzlichen Aufbauten, Außengestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich Nachhaltigkeit und Haltbarkeit werden anhand von Beispielen und Projektanalysen aufgezeigt und diskutiert.
    Weiters vermittelt die Vorlesung verschiedene modulare Systeme im Detail. Damit wird anhand von vorbildhaften innovativen Konstruktionsweisen eine Vertiefung in archi­tektonisch konzeptionelles Denken vor dem Hintergrund material- und strukturell bedingter Formzusammenhänge im Detail erlernt und begriffen.

  • Die Vorlesung bietet einen Überblick über die globale Architektur- und Kunstgeschichte ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. An ausgewählten Beispielen wird die Genese der Stile und Architekturtheorien in diesem Zeitraum aufgezeigt und ihre Relevanz für den gegenwärtigen Diskurs kritisch hinterfragt.
    Ein Fokus liegt dabei auch auf den österreichischen Entwicklungen, die bedingt durch historische Umstände weltweit ihren Niederschlag fanden und oftmals unerwartet ihre Wirkung entfalteten.
    Zur Sprache kommen aber auch Architekturtrakte des genannten Zeitraumes, die bis heute ihren Einfluss auf die Definition von Architektur im Allgemeinen, Architektur als Kunstform oder Raumkunst und Architekten haben.
    Bedingt durch die Zeitspanne wird auch Wert auf historische, soziologische und genderspezifische Grundlagen gelegt, die für den Architekturdiskurs beeinflussend wurden.

  • Aneignung der theoretischen Grundlagen zu Partizipationsprozesse (Phasen, Ziele, Verantwortlichkeit, Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume, Intensität der Partizipation, Entscheidungsträger*innen, Anspruchsmatrix), Darlegung gebauter Beispiele, Exkursion und Übungen in Kleingruppen (Entscheidungsfindung, Kommunikation).

  • Die Vorlesung vermittelt Theorien und Beispiele die sich mit der Rolle von Technologie in der Architektur auseinandersetzen. Ausgehend von Theorien, die Stil als Produkt der Technologie deklarieren, wird die Rolle der Gebäudeaus-stattung sowie die architektonischer Entwurfsstrategien in historischen und gegenwärtigen Low-, High- und Hybridlösungen kritisch reflektiert. Eigene Teile der Vorlesung diskutieren Entwicklungsarchitektur als Vorläufer von Low-tech Entwurfsstrategien sowie die Rolle der Low-high tech Debatte im gegenwärtigen Architekturdiskurs.

  • Gebäudelehre ist der systematische Rahmen für die wissenschaftliche Erforschung und Weiterentwicklung des Gebäudebegriffs und die Übersetzung der gewonnenen Erkenntnisse in den Lehrbetrieb. Wesentliches Ziel ist dabei die Ausweitung des bislang linearen Verhältnisses von Nutzungsprogramm und Architektur in ein komplexes Referenzfeld, in dem neue Einflussfaktoren eingearbeitet werden können. Innerhalb dieses ausgeweiteten Recherche und Analyserahmens wird verstärkt auf entwurfsrelevante Relationen fokussiert und damit Gebäudelehre zur planungsmethodischen Disziplin weiterentwickelt.
    Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden zahlreiche Gebäude vorgestellt und auf Typologie, Kontext, Programm, Konzeption, Erschließung analysiert. Darüber hinaus wird auch die historische Entwicklung der jeweiligen Gebäudetypologie betrachtet.

  • Es werden denkmalgeschützte Gebäude und historisch wertvolle bzw. interessante Stadtstrukturen besichtigt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Revitalisierung, Umnutzung und Sanierung. Es werden Fragen zu Denkmal- und Ortsbildschutz, Weltkulturerbe sowie Bauformen und Baustil erörtert. Zusätzlich werden historische Baukonstruktionen untersucht und mit möglichen Umnutzungen der Objekte erörtert.

Entwurf 01